Einhaltung der schweizerischen Verordnungen

 

Für den Betrieb von unbemannten Flugzeugen in der Schweiz müssen die Verordnung über die Verkehrsregeln für Luftfahrzeuge (VRV-L) und die Verordnung über Luftfahrzeuge besonderer Kategorien (VLK) eingehalten werden. Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) hat auf 1. Januar 2017 Änderungen beschlossen. 
FLUG-BILD.CH erfüllt diese neuen Verortnungen zu 100%. 

 
 

Compliance Chart

Auflistung aller für den Betrieb von Multikoptern relevanten Bereiche

Luftfahrzeugregister und Lufttüchtigkeit
Art. 2

1  Luftfahrzeuge nach Artikel 1 werden nicht in das Luftfahrzeugregister eingetragen.

2  Die Lufttüchtigkeit wird nicht geprüft.

3  Es werden keine Lärmzeugnisse ausgestellt.


Start- und Landeort
Art. 3

1  Für Luftfahrzeuge nach Artikel 1 besteht kein Zwang, auf einem Flugplatz abzufliegen oder zu landen.

2  Die Rechte der an einem Grundstück Berechtigten auf Abwehr von Besitzesstörungen und Ersatz ihres Schadens bleiben in allen Fällen vorbehalten.


Öffentliche Flugveranstaltungen
Art. 4

Für öffentliche Flugveranstaltungen, an denen ausschliesslich Luftfahrzeuge nach Artikel 1 eingesetzt werden, ist keine Bewilligung des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (BAZL) erforderlich.


Gewerbsmässige Flüge
Art. 5

Für gewerbsmässige Flüge mit Luftfahrzeugen nach Artikel 1 ist keine Bewilligung
des BAZL erforderlich.


Verweise auf SERA
Art. 5a

Auf die Bestimmungen des Anhangs der Durchführungsverordnung (EU)
Nr. 923/2012 wird mit «SERA»10 und der entsprechenden Ziffer verwiesen.


Kategorien
Art. 14

1  Unbemannte Luftfahrzeuge, namentlich Drachen, Drachenfallschirme, Fesselballone, Freiballone und Modelluftfahrzeuge, mit einem Gewicht von mehr als 30 kg dürfen nur mit Bewilligung des BAZL eingesetzt werden. Das BAZL legt die Zulassungsanforderungen und die Betriebsbedingungen im Einzelfall fest.

2  Die Haftpflichtansprüche von Dritten auf der Erde sind vom Halter oder von der Halterin durch eine Haftpflichtversicherung mit einer Garantiesumme von mindestens 1 Million Franken sicherzustellen.


Verkehrsregeln
Art. 14a

1  Für unbemannte Luftfahrzeuge über 30 kg gelten, mit Ausnahme der Vorschriften
über die Mindestflughöhen, folgende Verkehrsregeln:
  a. in erster Linie diejenigen nach der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 923/2012;
  b. ergänzend diejenigen nach der vorliegenden Verordnung.

2 Für Modellluftfahrzeuge gelten folgende Verkehrsregeln:
  a. von denjenigen der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 923/2012 ausschliesslich SERA.3101, 3115, 3120 und 3145;
  b. ergänzend diejenigen nach der vorliegenden Verordnung.


Verkehrsregeln
Art. 14b

1  Für unbemannte Luftfahrzeuge bis 30 kg gelten, mit Ausnahme der Vorschriften über die Mindestflughöhen, folgende Verkehrsregeln:
  a. in erster Linie diejenigen gemäss der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 923/2012;
  b. ergänzend diejenigen der vorliegenden Verordnung.

2  Für Modelluftfahrzeuge gelten folgende Verkehrsregeln:
  a. von denjenigen der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 923/2012 ausschliesslich SERA.3101, 3115, 3120 und 3145;
  b. ergänzenden diejenigen nach der vorliegenden Verordnung.


Einschränkungen für Modelluftfahrzeuge
Art. 17

1  Wer ein Modellluftfahrzeug mit einem Gewicht bis 30 kg betreibt, muss stets direkten Augenkontakt zum Luftfahrzeug halten und jederzeit die Steuerung gewährleisten können.

2  Der Betrieb von Modelluftfahrzeugen mit einem Gewicht zwischen 0,5 und 30 kg
ist untersagt:
  a. in einem Abstand von weniger als 5 km von den Pisten eines zivilen oder militärischen Flugplatzes;
  b. in aktiven CTR, sofern dabei eine Höhe von 150 m über Grund überstiegen wird;
  c. im Umkreis von weniger als 100 Metern um Menschenansammlungen im Freien, es sei denn, es handle sich um öffentliche Flugveranstaltungen nach Artikel 4.


Ausnahmen von den Einschränkungen
Art. 18

1 Es können Ausnahmen von den folgenden Einschränkungen bewilligt werden:
  a. von den Einschränkungen nach den Artikeln 15 Buchstabe b, 16 Absatz 2 und 17 Absatz 2 Buchstaben a und b:
    1. bei Flugplätzen mit Flugsicherungsdiensten: von der Flugverkehrsleitstelle
    im Einvernehmen mit dem Flugplatzleiter,
    2. bei den übrigen Flugplätzen: vom Flugplatzleiter;
  b. von den Einschränkungen nach den Artikeln 15 Buchstabe a, 16 Absatz 1 und 17 Absätze 1 und 2 Buchstabe c: vom BAZL.

2  Solche Ausnahmen dürfen nur bewilligt werden, wenn die übrigen Benützerinnen und Benützer des Luftraums sowie Dritte am Boden nicht gefährdet werden.

3  Die Bewilligung kann mit Auflagen verbunden werden.


Kantonale Vorschriften
Art. 19

Die Kantone können für unbemannte Luftfahrzeuge mit einem Gewicht von weniger als 30 kg Vorschriften zur Verminderung der Umweltbelastung und der Gefährdung von Personen und Sachen auf der Erde erlassen (Art. 51 Abs. 3 LFG).


Haftpflichtversicherung
Art. 20

1  Die Haftpflichtansprüche von Dritten auf der Erde sind vom Halter oder von der Halterin durch eine Haftpflichtversicherung mit einer Garantiesumme von mindestens 1 Million Franken sicherzustellen.

2  Die Sicherstellung der Haftpflichtansprüche ist nicht erforderlich für:
  a. Drachen und Drachenfallschirme mit einem Gewicht von weniger als 1,0 kg und einer Steighöhe von weniger als 60 m;
  b. Fesselballone mit einer Nutzlast von weniger als 0,5 kg, einem Inhalt von weniger als 30 m3 und einer Steighöhe von weniger als 60 m;
  c. Freiballone mit einer Nutzlast von weniger als 0,5 kg und einem Inhalt von
weniger als 30 m3;
  d. Modelluftfahrzeuge mit einem Gewicht von weniger als 0,5 kg.

3  Der Haftpflichtversicherungsnachweis ist beim Betrieb mitzuführen.


Abwerfen oder Sprühen
VRV-L Art. 9

1  Während des Fluges dürfen Gegenstände oder Flüssigkeiten nur mit Bewilligung
des BAZL abgeworfen oder versprüht werden.

2  Ohne Bewilligung dürfen abgeworfen werden:
  a. Ballast in Form von Wasser oder feinem Sand;
  b. in Notfällen: Treibstoff oder gefährliche Gegenstände; dabei ist der Ort des Abwurfs nach Möglichkeit im Einverständnis mit der zuständigen Flugverkehrskontrollstelle zu bestimmen;
  c. zur Hilfeleistung erforderliche Gegenstände oder Stoffe; auf Flugplätzen: Schleppseile und abwerfbare Fahrwerke; bei Fallschirmabsprüngen: Winddriftanzeiger;
  d. für die Landung: Raucherzeuger;
  e. bei fliegerischen Wettbewerben: Meldetaschen.